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Bewegungsmelder

Ein Bewegungsmelder (PIR = Passiv Infrarot) ist ein Sensor, der unter Ausnutzung der Pyroelektrizität seiner Empfängerfläche auf die Körperwärme von Menschen oder Tieren in seiner näheren räumlichen Umgebung anspricht.(reagiert auch auf Wärmeunterschiede in nicht benutzten Räumen) Hauptsächlich wird er zum Einschalten einer Beleuchtung oder zum Auslösen eines Alarms eingesetzt. Die meisten PIR-Sensoren ähneln vom Aufbau her einem Feldeffekttransistor

Der Bewegungsmelder als Lichtschalter

Dieser Typ von Bewegungsmelder hat in der Regel einen eingebauten Dämmerungsschalter, der dafür sorgt, dass die Beleuchtung nur bei Dunkelheit vom eigentlichen Bewegungsmelder eingeschaltet werden kann. Bewegt sich eine Wärmequelle vor dem Melder, so schaltet er die Beleuchtung für eine einstellbare Zeitspanne ein. Die meisten Bewegungsmelder haben zwei Potentiometer:

o für die Leuchtzeit
o für die Umgebungshelligkeit (Hell-Dunkel-Grenze)


Anschlussbeispiel

Der Bewegungsmelder in Alarmanlagen

Vom Verband der Schadenversicherer(VdS)-zertifizierte Bewegungsmelder für Alarmanlagen sind von den Licht-Bewegungsmeldern verschieden. Alarmanlagen-Bewegungsmelder haben keinen eingebauten Dämmerungsschalter, da er immer eine Bewegung melden soll, unabhängig von der Umgebungshelligkeit. Ist die Alarmanlage eingeschaltet (scharf), so löst eine Bewegung im Erfassungsbereich des Melders einen Alarm aus. Der Einsatz von Licht-Bewegungsmeldern als Auslöser von Alarmanlagen ist nicht sinnvoll, da viele Bewegungsmelder nach Ausfall und Wiederkehr der Versorgungsspannung den angeschlossenen Verbraucher einschalten und in diesem Fall einen (Fehl-)Alarm auslösen.

Alarmanlagen-Bewegungsmelder besitzen mindestens folgende Anschlüsse:

1. Sabotagekontakt:
Öffnen des Gehäuses wird an die Alarmanlage gemeldet

2. Alarmkontakt:
Auslösung des Infrarot-Sensors wird an die Alarmanlage gemeldet

3. Versorgungsspannung:
meist 12V oder 24V wegen der Notstromversorgung durch einen Bleiakkumulator

VdS-zertifizierte Anlagen benötigen außerdem noch folgende Anschlüsse:

o Gehtestfunktion

o Alarmspeicher: wenn mehrere Bewegungsmelder in Serie geschalten sind wird der Bewegungsmelder gespeichert, der als erstes auslöste

Manche Modelle haben zwei getrennte Infrarotsensoren, die beide auslösen müssen, um das Fehlalarmrisiko zu verringern. Es gibt auch Modelle, die einen Infrarotsensor und einen Mikrowellensensor bzw. einen Ultraschallsensor besitzen. Diese werden meist als Dualmelder bezeichnet.

Es gibt tierresistente Bewegungsmelder nur für Alarmanlagen. Diese lösen bei Katzen (max. 5 Stück) und bei Hunden bis ca. 40kg keinen Alarm aus. Das Auslöseverhalten dieser Bewegungsmelder ist träger als bei normalen Bewegungsmeldern. In der Praxis müssen die Montage-Richtlinien für tierresistente Bewegungsmelder genauestens befolgt werden, um Fehlalarme zu vermeiden. Momentan besitzt kein tierresistenter Bewegungsmelder eine VdS-Zulassung.

Artikel Bewegungsmelder. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Mai 2006, 07:52 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bewegungsmelder&oldid=16477898 (Abgerufen: 23. Mai 2006, 08:04 UTC)
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